Presseartikel 2010

Komm mach mit

„Komm, mach mit . . .“

Wenn der Verein „Wir helfen“ sein 20–jähriges Bestehen feiert, kommen nicht nur Künstler gerne. Auch zahlreiche Politiker lassen es sich nicht nehmen, die Bedeutung der Vereinsarbeit herauszustellen. Usingen. „Immer wenn es eng wird, weiß ich, es gibt ,Wir helfen?.“ So schlicht, treffend und sympathisch formulierte es Christel Zeller, Schatzmeisterin der Hospizgemeinschaft Arche Noah Hochtaunus, die es sich nicht nehmen ließ, dem Hilfsverein Usinger Land „Wir helfen“ zum Geburtstag zu gratulieren.

Vor 20 Jahren wurde er gegründet und feierte am Freitagabend seine Geburtsstunde mit vielen Helfern, Sponsoren und Ehrengästen, schlicht, sympathisch und akademisch. Zu einer akademischen Feier gehören auch Grußworte und Reden, und dazu hatten sich Bürgermeister aus dem ganzen Usinger Land sowie Landrat Ulrich Krebs (CDU) im Kümmelsalon der Stadthalle eingefunden. Krebs unterstrich die Bedeutung des Vereins für die Menschen im Usinger Land: „Auch im reichen Hochtaunuskreis gibt es Not, die nicht auffällt, hier leistet der Verein ohne Anträge unbürokratisch schnelle Hilfe“, sprach er die sogenannte „Stille Hilfe“ an, mit der „Wir helfen“ denen unter die Arme greift, die sich oft nicht trauen oder sich sogar schämen, mit ihren Problemen nicht allein fertig zu werden.

Der Bundestagsabgeordnete Holger Haibach (CDU) musste sich in letzter Minute entschuldigen, ließ über die Vereinsvorsitzende Heike Anders seine Grüße übermitteln. Der Landtagsabgeordnete Holger Bellino (CDU) aus Neu–Anspach sprach zugleich als Ortsvorsitzender und stellvertretender Kreisvorsitzender des DRK und damit als Kooperationspartner des Hilfsvereins etwa bei Typisierungsaktionen. Auch Bellino sprach die „Stille Hilfe“ an und bescheinigte dem Verein, sich mit „Wärme und Diskretion“ den Betroffenen anzunehmen. Die Stadt Usingen, in der „Wir helfen“ seit Jahren die große Benefiz–Gala durchführt, war durch den Ersten Stadtrat Liese (CDU) vertreten. Aber auch Usingens Ex–Bürgermeister Matthias Drexelius, der stets für den Verein offene Ohren hatte, war gerngesehener Gast. Ebenso die Bürgermeister von Neu–Anspach, Klaus Hoffmann (CDU), und Weilrod, Axel Bangert (SPD).

Die Präsenz der Bürgermeister aus dem Usinger Land spiegelt wider, dass der Hilfsverein so etwas wie eine interkommunale Zusammenarbeit der Bürger und Ehrenamtlichen ist. Das Netzwerk „Helfen“ umfasst auch die Gemeinde Grävenwiesbach, Rainer Butz ist Ortsvorsteher in Laubach, wo der Verein mit Erhard Schubert und seiner „Frischen Quelle“ eine Art Basisstation hat. Butz sprach für die „Gipfelstürmer“, die Hausband des Vereins, ohne die dessen Showveranstaltungen nicht denkbar wären. Auch Gertrud und Dirk Schmalenbach, die Köpfe der Gruppe „Eden“, gehören zum Künstler–Fundus des Vereins. Sie haben einen „Wir–Helfen–Song“ geschrieben und trugen ihn mit dem Vorstand gemeinsam vor. Aber auch viele Gäste stimmten in den Refrain „komm, mach mit . . .“ mit ein. Zum kleinen, aber feinen Showprogramm der akademischen Feier gehörte auch das Brassensemble „4 in harmony“, das die festliche Note der Veranstaltung brillant unterstrich.

Für Humor und Heiterkeit war „Mr. He“ alias Jürgen Höhne zuständig. Der Künstler aus Worms ist dem Verein ebenfalls schon lange verbunden und ein Pantomime der Spitzenklasse. Ein Überraschungs–Gag war seine „Mondlandung“, bei der er eine Fahne mit Widmung für „Wir helfen“ aufstellte. Der Verein ist aber nicht Lichtjahre weit weg, sondern mitten im Usinger Land aktiv, und jeder kann ihn bereits durch seine Mitgliedschaft unterstützen. Derzeit hat er 143 Mitglieder. Gründungsmitglieder geehrt Aus der Taufe gehoben wurde der Hilfsverein von Reinhold Henrich, Hans Joachim Rühl, Heike Anders, Erhard Schubert, Sylvia Aufschnaiter, Christiana Berger–Grimm, Klaus Peter Datz, Thomas Noll, Heinz–Werner Zeller und Reinhold Krieger. Anders, Schubert, Aufschnaiter, Zeller und Krieger wurden bei der akademischen Feier mit Urkunden geehrt, für den verstorbenen Reinhold Henrich nahm Christine Henrich die Ehrung entgegen.
Presseveröffentlichung Usinger Neue Presse

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